Heute ist noch ein schöner sonniger Tag, den wir am Schwarzen Meer genießen.
Da der Wellengang sehr stark ist, können wir leider nicht im Meer baden.
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Wir sitzen direkt vorm Wasser, die leichte Meeresbrise spüren wir auf der Haut, atmen die leicht salzige Meeresluft ein.
Am Meer will man immer mehr vom Meer.
Die Gedanken vermischen sich mit den schäumenden Wellen, wie im Leben ein Auf und ein Ab.
Der Abschied wird immer rausgezögert, noch einen schönen Tag hier und dann nochmals und immer wieder.
Es ist doch aber kein Abschied für immer, sondern für bald wieder.
Die Sprache in Bulgarien wird mit kyrillischen Buchstaben geschrieben.
Da kommt uns der russische Sprachkurs sehr zugute, den wir vor Jahren gemacht haben.
Wir stellen fest, dass sich in unseren Gehirnwindungen noch Wissen der kyrillischen Schrift befinden.
Das ist doch erfreulich.
Ist die russische Sprache und die bulgarische Sprache ähnlich?
Manche Wörter ähneln sich, aber manche identischen Wörter haben unterschiedliche Bedeutungen.
Übersetzt heißt das:
Das Restaurant geöffnet ganzjährig
Willkommen
18.10.2025
Good bye Black Sea .
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Schauen wir durch das rückwärtige Fenster , sehen wir nur Wasser, so als wären wir auf einem Schiff .
Jetzt fahren wir los in Richtung Bukarest.
Mehrmals überqueren wir die Donau über interessante Brücken.
Ca 120 Kilometer vor Bukarest übernachten wir auf einem Lidl Parkplatz.
19.10.2025
Wir erreichen Bukarest und parken auf einem großen Parkplatz direkt vor dem Parlamentsgebäude, dem sogenannten Palast des Volkes.
Dieses Gebäude ist das größte Gebäude Europas und das zweitgrößte Gebäude der Welt.
Ceausescu ließ dieses Gebäude bauen, erlebte aber nicht die Vollendung.
Bukarest hat im Laufe der Zeit viele Beinamen erhalten. Vom „Tor zum Orient“ , vom „östlichsten Punkt des Westens“ oder vom kleinen Paris oder Paris des Ostens.
Wir schlendern durch die Altstadt, um erste Eindrücke zu bekommen.
Wir sehen wunderschöne Kirchen und ein Kloster.
Alte Gebäude im neubarocken Baustil beeindrucken uns sehr.
Interessante Bars machen auf sich aufmerksam.
Ausgefallene Mode spielt wohl auch eine Rolle.
Hanul lui Manuc ist ein traditionsreiches Gasthaus. Das Gebäude ist sehr interessant, es ist das einzige erhalten gebliebene Karawanserei der Stadt.
Früher dienten die Karawansereien den Reisenden als Herberge für sich und ggf. auch für ihre Tiere als Unterkunft auf ihren oft wochenlangen Reisen.
Aber spätestens nach Bau der Eisenbahn ab Mitte des 19.Jahrhunderts ging ihre Bedeutung stark zurück.
Die Karawanserei Hanul lui Manuc wurde zwischen 1804 bis 1808 im Auftrag des Armeniers Emanuel Mirzaian - genannt Manuc Bey - errichtet.
Historisch ist das Gebäude von besonderem Interesse, da hier im Jahr 1812 die russischen Unterhändler des Friedensvertrags zwischen Russland und der Türkeigewohnt hatten.
Beide Länder waren zwischen 1806 und 1812 in einen der zahlreichen Kriege verstrickt, der mit den Frieden von Bukarest am 28. Mai endete.
Im Innenhof kaufen wir auf einem Food Markt diese türkischen Leckereien.
In
dem Gebäude residiert die älteste noch heute bestehende Bank des Landes, die 1875 gegründet wurde, der CEC Bankpalast
20.10.2025
Eigentlich wollen wir heute eine Stadtrundfahrt machen, doch leider gibt es in der Nachsaison keine Möglichkeit mehr.
Daher machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg.
Das Haus der Freien Presse (Casa Presei Libere): Ein Wahrzeichen des sozialistischen Klassizismus Das Haus der Freien Presse, früher bekannt als „Casa Scînteii“, ist ein monumentales Gebäude in
Bukarest, das ein bedeutendes Stück der rumänischen Geschichte und Architektur repräsentiert. Es ist ein typisches Beispiel für den Stil des sozialistischen Klassizismus oder auch Stalin-Barock und
wurde zwischen 1952 und 1957 erbaut. Entworfen wurde es nach dem Vorbild der Lomonossow-Universität
in Moskau.
Ursprünglich trug es den Namen „I.V. Spark Hause Polygraphic Combinat“, später einfach „Casa Scînteii“, benannt nach der kommunistischen Parteizeitung Scînteia. Die Zeitung diente als wichtigstes
Propagandainstrument der Rumänischen Kommunistischen Partei. Das Gebäude beherbergte auch andere nationale Zeitungsredaktionen und eine Druckerei. Nach der rumänischen Revolution von 1989 wurde das
Gebäude in „Haus der Freien Presse“ umbenannt und beherbergte weiterhin verschiedene rumänische Presseunternehmen.
Das Gebäude beherbergt verschiedene Medienunternehmen.
Im Jahr 2016 wurde auf dem verbliebenen Sockel des ehemaligen Lenin-Denkmals vor dem Gebäude das „Aripi“-Denkmal (rumänisch für „Flügel“) für die Opfer des antikommunistischen Widerstands
errichtet.
Die Kopfskulpturen von Adenauer, Schuhmann und andere gehören zum Denkmal der Gründer der europäischen Union.
Warum ein Denkmal von Michael Jackson? Das
Denkmal wurde als Hommage an Michael Jackson errichtet, der als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte gilt.
Der Triumphbogen Bukarests in seiner heutigen Form wurde 1935 bis 1936 nach dem Vorbild des Arc de Triomphe in Paris erbaut.
Daneben befindet sich das Denkmal der Luftheroen. Es wurde zum Gedenken an die rumänischen Fliegerhelden des ersten Weltkriegs errichtet.
Bukarest zeichnet sich durch seinen Facettenreichtum aus. Ihre vielen Facetten - sei es in Bezug auf Architektur, Geschichte, Flair oder Lebensstil faszinieren.
Die als Paris des Ostens bekannte Hauptstadt Rumäniens ist ein Schmelztiegel für Architekturfans. Im
19. Jahrhundert orientierten sich die hiesigen Bauleute nämlich am architektonischen Stil der französischen Hauptstadt. Darum ist Bukarest auch als „Paris des Ostens“ oder als „Kleines Paris“
bekannt.
Eines der architektonischen Symbole des „Kleinen Paris“ ist beispielsweise der CEC-Palast.
Er ist Visit
Bucharest zufolge
bis heute ein Wahrzeichen der Identität der Stadt. Dies ist der Hauptsitz der CEC Bank
Wir trinken einen Kaffee im le Dom , der früheren Börse, ein imposantes Gebäude.
Später essen wir im Hanu lui Manuc.
Wir wählen typische rumänische Gerichte.
Polenta mit Krautwickel und Entenkeule mit Kraut.
Es ist ein sehr schönes Ambiente hier.
Wir haben Glück, noch rumänische Tänzer mit Gesang zu erleben.
21.10.2025
Heute feiern wir den zweiten Geburtstag auf unserer Reise.
Manfred überrascht mich mittlerweile einem leckeren Frühstück.
Geschenke, Karten und eine bemalte Schürze von Philippa.
Ein gepanzertes Polizeiauto bewacht uns so ganz nebenbei.
Wir laufen heute um den Palast des Volkes und staunen, wie lange wir dazu brauchen, bestimmt knapp zwei Stunden.
Es ist neben dem Pentagon das zweitgrößte Gebäude der Welt.
Ceausescu wollte mit diesem Gebäude seine Macht demonstrieren.
Er hat die Vollendung nicht mehr erlebt, da er vorher gestürzt wurde.
Gleich daneben steht die Nationalkathedrale zur Erlösung des Volkes.
Wir können heute leider keine Besichtigung des Parlamentsgebäudes machen.
So laufen wir zum Platz der Revolution, früher hieß er Platz des Palastes.
Dieser Platz war Schauplatz des Sturzes von Ceausescu im Dezember 1989 und wird durch das Denkmal der Wiedergeburt in der Mitte dominiert.
Um den Obelisk befindet sich eine Dornenkrone, welche die Leiden der Menschen symbolisiert.
Es befinden sich hier auch Tafeln mit allen Namen der Opfer des Ceausescu Regimes.
Vom Balkon dieses Gebäudes hielten er seine letzte Rede.
Wir schlendern durch diese schöne Schirmgasse.
Diese Kulisse ist bezaubernd.
Es ist ein zauberhafter Tag, ein Highlight nach dem anderen.
Jetzt trinken wir im Van Gogh Café einen schönen Kaffee.
Es fühlt sich hier fast wie in einer Kunstgalerie an.
Das macht Bukarest so sympathisch. Die Leute lassen sich was einfallen, haben Ideen, sind kreativ.
Ich dachte immer, Bukarest ist gefährlich, grau und düster.
Aber ich bin angenehm überrascht.
Wobei ich natürlich nur die Altstadt gesehen habe.
22.10.2025
Heute wollen wir zur Transalpina fahren.
Es ist manchmal nicht so einfach, an richtige Informationen zu kommen.
Ist die Straße gesperrt oder offen.
Wir rufen einfach eine Pension in dieser Gegend an und erfahren, dass die Straße wegen Schnee gesperrt ist.
Total schade, aber es hilft nichts.
Wir ändern unsere Pläne und fahren Richtung Eisernes Tor an die Donau.
Wir sind jetzt in der kleinen Walachei.
Die Südkarpaten grenzen die Kleine Walachei im Norden von Siebenbürgen (dt. auch Transsilvanien) und im Westen
vom Banat ab. Im Süden bildet die Donau die Grenze
zu Serbien und Bulgarien. Der Fluss Alt (rum. Olt) trennt diese Region von der Großen Walachei (Muntenien). Der Alt konnte im Mittelalter
und in der Frühen Neuzeit nur an wenigen Stellen überquert werden. Darüber hinaus existierten damals nur drei gangbare Pässe über die Berge: das Eiserne Tor (rum. Porţile de Fier) entlang der Donau ins Banat, der Rote-Turm-Pass (rum. Pasul Turnu Roşu) entlang des Alt nach Siebenbürgen und der Schil-Pass (rum. Pasul Jiului) entlang des gleichnamigen Flusses ebenfalls nach Siebenbürgen, was eine vergleichsweise einfache
Landesverteidigung ermöglichte und eine gute Ausgangslage für die mittelalterliche Staatsbildung bot.
23.10.2025
Heute erreichen wir Craiova.
Mit dem Fahrrad erkunden wir den Romanescu Park und die Altstadt.
Der Herbst zeigt sich in den schönsten Farben.
Wir genießen die Zeit sehr.
In der Altstadt laufen schon die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt. Der Weihnachtsmarkt in Craiova ist sehr beliebt in Rumänien.
Mir gefallen die Gemälde an den Hauswänden sehr gut.
24.10.2025
Heute wollen wir das Kunstmuseum in Craiova besuchen.
Das Museum
ist im Constantin-Mihail-Palast untergebracht, der von 1898 bis 1907 nach Plänen des französischen Architekten PaulGottereau erbaut wurde.
Uns beeindruckt schon das Gebäude und die prachtvollen Innenräume.
Das Museum präsentiert der Öffentlichkeit Sammlungen universeller Malerei (niederländische, flämische, französische, italienische Schule) und
rumänischer Malerei (16.–20. Jahrhundert.
Nach dem Museumsbesuch fahren wir weiter nach Orsova an die Donau.
25.10.2025
Orsova ist bekannt für das Eiserne Tor.
Die Donau ist über weite Strecken ein breit und behäbig dahinfließender Strom. Der zweitlängste Fluss Europas kann aber auch anders. Im Grenzgebiet zwischen Serbien und Rumänien zwängt sie sich
nämlich durch das sogenannte Eiserne Tor. Bis heute gilt diese Gegend als einer der imposantesten Taldurchbrüche in ganz Europa.
Das „Eiserne Tor“, ist der Flussabschnitt, wo sich die große alte Dame einen abenteuerlichen Weg durch die Karpaten gebahnt hat. Über gut 100 Kilometer schlängelt sie sich hier durch dicht bewaldete
Bergzüge. Mal ist sie breit wie ein See, dann wieder zwängt sie sich durch enge Schluchten mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden. An ihrer schmalsten Stelle ist sie gerade mal 150 Meter breit, dafür
aber unheimliche 90 Meter tief.
Die Faszination dieser Naturgewalt erlebt man am besten mit dem Schiff.
Wir machen heute einen Bootsfahrt, um diese historische Landschaft zu erkunden.
Wird sind sehr gespannt.
Wir fahren an malerischen Kulissen über die breite Donau und erfahren viele Geschichten über diese Ecke. So gibt es eine versunkene Insel, Ada Kaleh , ein Paradies.
Höhepunkt dieser Tour ist der Decebal, der Dakerkönig.
Aus dem
Felsen gehauen, blickt der letzte Herrscher,
auf die Südgrenze seines Reiches.
Wir haben schon Bilder von ihm gesehen, aber so direkt vor ihm, ist es ein richtig magischer Moment.
Die Felsskulptur ist 55 m hoch und zugleich die höchste in Europa.
Die Idee stammt von dem rumänischen Geschäftsmann und Historiker IosifConstantinDrăgan.Mit
dem Projekt waren insgesamt zwölf Bildhauer beschäftigt, die Fertigstellung dauerte zehn Jahre (1994–2004).
Die Felswände ragen hier fast senkrecht in die Höhe. Genau dort steht
das Kloster Mraconia.
Es leben noch fünf Nonnen hier.
Die Mauer ist mit mehreren Elementen verziert, die eine patriotische und historische Bedeutung für Rumänien haben:
Zitate: Auf den Bannern oberhalb der Mauer stehen die rumänischen Zitate:
„VOM FI IARĂȘI CE-AM FOST, ȘI MAI MULT DE-ATÂT!“ (Wir werden wieder sein, was
wir waren, und noch mehr!)
„PUTEREA STRĂBUNILOR ESTE ACUM ÎN NOI!“ (Die Kraft der Vorfahren ist jetzt in
uns!)
Zamolxe: Das Wort „ZAMOLXE“ bezieht sich auf eine Gottheit der Daker, der antiken Vorfahren der Rumänen.
Medaillons: Die Medaillons an der Wand zeigen Porträts von historischen Persönlichkeiten, die für die rumänische Geschichte von Bedeutung sind, darunter
Herrscher und dacische Figuren.